Der Bunker - das neue Hauptquartier

Straßenzug mit Bunker Nachdem wir uns einige Jahre regelmäßig Dienstags bei Copyfault getroffen und die Nerven seines Mitbewohners mindestens genauso oft überstrapaziert hatten, kam uns die Idee, eigene Räumlichkeiten für den Dienstagstreff zu suchen. Dieses Unterfangen wurde zusätzlich von der Tatsache unterstützt, dass sich bei jedem Dienstagstreffler mit der Zeit einiges an Commodore-Hardware angesammelt hatte, was gerne ordnungsgemäß untergebracht werden wollte.

Hinteransicht des Bunkers Die Suche nach Räumlichkeiten verlief schleppend, bis Count Zero von einem Bekannten die Nummer von Jemandem erhielt, der Räumlichkeiten in einem Bunker vermietet.
Ein Bunker - ja, das wäre genau das Richtige für uns: es gibt kein Problem mit den Nachbarn, wenn die SID-Musik mal zu laut ist und zuviel Licht ist für den wahren Computerfreak ja eh nur störend :-) .


Reichsadler Nachdem Count Zero und Copyfault Kontakt zu dem von uns liebevoll "Bunkerfritzen" genannten Mann aufgenommen hatten, wurde ein Besichtigungstermin ausgemacht, an dem wir den Bunker samt unserem eventuell zukünftigen "Hauptquartier" in Augenschein nehmen wollten.

Gesagt, getan: es war ein dunkler Novembertag, als sich die Dienstagstreffler zum ersten Mal vor dem Bunker trafen. Der erste (bleibende) Eindruck, den man erhielt, ist der eines ca. 3 Meter großen, gusseisernen Reichsadlers, der über dem Bunkereingang thront.

"Luftschutztür" Nachdem der Bunkerverwalter uns hinein gelassen hatte und wir uns in das Innere des Bunkers begaben, brachen die nächsten Eindrücke auf uns ein: meterlange Flure mit Stahl-Luftschutztüren, massive Bentonwände, die durch die Bunkerbenutzer mit Graffiti "verschönert" worden waren, eine eher spärliche Beleuchtung und alte Rohre, die aus den Wänden ragen. Alles wirkte irgendwie wie aus einer anderen Welt; eine leicht beklemmende Atmosphäre, offensichtlich für die Ewigkeit gebaut und unkaputtbar.

Das Treppenhaus Nachdem wir ein paar Minuten durch die Gänge gelaufen waren, kamen wir schließlich ans Ziel: der Raum, den wir anmieten wollten, lag nun direkt vor uns. Ganz im Gegensatz zu dem, was wir erwartet hatten, als wir durch die Gänge gelaufen waren, ist der Raum bereits einigermaßen ausgebaut. Die Betonwände sind mit Sperrholz verkleidet und der Boden ist auch mit Teppichboden bedeckt. Eingangstür zum Dienstagstreff Kurzum: der Vormieter hatte hier bereits Einiges an Arbeit investiert. Um den Raum für unsere Zwecke nutzbar zu machen, sind nur kleine Umbaumaßnahmen notwendig.

Ohne, dass wir es großartig diskutieren mussten, waren wir uns alle einig: die merkwürdige Atmosphäre des Bunkers passt genau zum Dienstagstreff, wir hatten also unser neues Hauptquartier gefunden!


gALAKTUS 12/2002

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